Erfolgreicher Premieren-Abend

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Das war im dritten Saisonspiel der erste Dreier: Der EHC schlägt Thurgau 5:2 (4:1, 1:1, 0:0) mit vielen neuen Torschützen. Der Grossteil der 3668 Zuschauer war höchst zufrieden.

Die erhofften Premieren sind Tatsache geworden. Der zweite Sieg nacheinander, der erste Dreier der Saison und die ersten Schweizer Torschützen. Und zum ersten Mal in dieser Meisterschaft war es unser EHC, der das erste Goal im Match erzielte. Und wer anderes als Andri Spiller sollte dieses Goal schiessen. Der Bündner war schon letzte Saison ein Mann der Premieren. Er schoss das erste Goal im ersten Vorbereitungsspiel, das erste Tor in der Meisterschaft.

Gegen Thurgau nun traf unsere Nummer 66 im Powerplay mit einer Direktabnahme bereits nach sechs Minuten. Und dann folgten die weiteren Schweizer-Schützen - oder zumindest solche mit Schweizer Lizenz. Der Österreicher Patrick Obrist schoss gleich zwei Tore, Dario Meyer erzielte eines. Und dazwischen traf Eric Faille. Der Kanadier hat bereits fünf Saisongoals geschossen.

Das neue Duo Obrist/Meyer

Nur eine Linie hatte in den ersten zwei Partien getroffen – deshalb nahm Coach Jeff Tomlinson Umstellungen vor. Nicht wenige, sondern ziemlich viele. An der Seite Failles spielten neu Altorfer und Dostoinov, Robin Figren war Center zwischen Marchon und Spiller, Melnalksnis führte die Flügelzange Obrist/Meyer.

Ja, und da zeigte sich Überraschendes. Patrick Obrist und Dario Meyer sind ganz verschiedene Spielertypen. Ein physischer Kämpfer der eine, ein begnadeter Techniker und Läufer der Andere. Doch das passte zusammen. Obrist schoss zwei Goals (und bereitete eines vor), Meyer traf einmal und gab einen Assist – und zeigte ein begeisterndes Solo. Nicht die erhoffte Wirkung hatte die neue erste Linie um Faille. Dostoinov kam besser zur Geltung, aber er sucht noch immer seinen Platz und das richtige Timing.

Figrens langer Blick zurück

Die überraschendste Änderung war die: Robin Figren als Center der zweiten Linie. “Mindestens 15 Jahre ist es her, dass ich einmal Mittelstürmer gespielt habe”, schaute der Schwede zurück. Als ihm Tomlinson die neue Aufgabe übertragen habe, “habe ich zuerst schon ein bisschen die Augenbrauen nach oben gezogen. Ich denke, als Center habe ich die Chance, mehr ins Spiel involiviert zu sein. Doch gegen Thurgau bin ich nicht gut in die neue Rolle gekommen, ich habe mich ein bisschen verloren gefühlt. Auf dieser Position muss man viel denken, ich habe vielleicht zu viel gedacht. Ich bin eher ein Instinktspieler.” Zufrieden aber war er, dass er und seine Mitspieler dem Gegner keine Chance mehr gegeben haben, um das Spiel zu kehren.

Nicht so wie im letzten Winter

Am Dienstag nun treten wir in Biasca gegen die Rockets an. Und gegen dieses Farmteam gilt vor allem eines: Nicht dermassen nachlässig auftreten wie in der vergangenen Saison. In der holten wir von 12 möglichen Punkten nur gerade deren 4. Anders ausgedrückt: Die Rockets gewannen drei der vier Duelle, eines nach Verlängerung. Nicht zuletzt dank dieser unerwarteten Punkte schafften es die Tessiner noch ins Pre-Playoff.

Roland Jauch/EHC Kloten