Wir zwingen den Sieg auf unsere Seite!

EHCO

Das war eine starke Leistung: Nach einem durchschnittlichen ersten Drittel übernahm unser EHC das Diktat im Spitzenkampf gegen Olten und siegte 3:1 (0:1, 2:0, 1:0). Marc Marchon schoss das erste und das letzte Tor (ins leere Goal), Jorden Gähler erzielte das 2:1. Und Keeper Dominic Nyffeler konnte sich vor 4176 Zuschauern als bester Spieler feiern lassen.

Unser Goalie war der Sieger im Duell der statistisch besten Schlussleute, Simon Rytz kassierte zwei Treffer (der letzte fiel, als er einem zusätzlichen Feldspieler Platz gemacht hatte). Nyffeler hielt unser Team im Spiel, als es im ersten Drittel nicht so gut lief. Und er hatte in der Schlussphase auch das Glück des Tüchtigen, als Nunn zweimal einen Puck an die Torumrandung setzte. Olten hat nach sieben Partien erstmals wieder verloren (und den ersten Nuller kassiert), wir verlängerten unsere Erfolgsserie auf fünf Siege.

Asisstenztrainer Kimmo Rintanen sah “einen guten Start von uns. Doch dann haben uns die Strafen ein bisschen den Rhythmus gebrochen. Das Tempo war von beiden Teams hoch, aber wir konnten im zweiten Abschnitt noch einmal zulegen. Und diese zwei Tore nach langem Anlauf haben natürlich Selbstvertrauen gegeben.”

Die 1:0-Führung der Gäste im ersten Powerplay ging in Ordnung. Wir hatten gegen Ende des Drittels einige heikle Szenen, mit doppelter Unterzahl. Und drei Strafen gegen null – das passte unseren Fans natürlich nicht. Doch wir überstanden diese Phasen. Das Boxplay wurde immer besser.

Wende innert 45 Sekunden

Und dann kam eben dieses von Rintanen angesprochene Drittel 2, in dem klar wir den Ton angaben. Melnalksnis hatte in Unterzahl eine Grosschance, dann endlich gab es Powerplays für uns. Der Druck nahm zu, und der stete Tropfen höhlte den Stein. Im dritten Überzahlspiel war Marc Marchon bereit, einen Abpraller ins Tor zu drücken. Es war der vierte Saisontreffer des Topskorers. Und nur 45 Sekunden später war unsere Nummer 45 (wer sonst?) für das 2:1 zuständig. Dario Meyer passte von der Bande, Jorden Gähler lief ins Loch – und hämmerte den Puck zum 2:1 ins Netz. Die Schussbilanz im ersten Drittel lautete 6:18, diejenige des zweiten Abschnitts 20:3!

Im letzten Abschnitt verpassten wir es, die Entscheidung frühzeitig zu erzwingen. “Das Powerplay war nicht mehr so gut wie vorher, die Auslösung, die Pässe und das Timing stimmten nicht mehr”, kritisierte Rintanen. Im letzten Überzahlspiel war es dann nicht mehr darum gegangen, einen Treffer zu erzielen, “sondern nur noch die Scheibe zu halten.”

Wir spielten nur mit sieben Verteidigern. Neben David Stämpfli (Armbruch) und Gian Janett fehlte auch David Reinbacher, der am Vortag krank gewesen war. Von den Stürmern ist Patrick Obrist weiter angeschlagen, Mischa Ramel rutschte ins Team.

Winterthur zum Zweiten

Am Samstag geht es bereits wieder nach Winterthur, wo wir vor zwei Wochen 6:1 gewannen. Spielbeginn ist wieder 17.30 Uhr.

Roland Jauch/EHC Kloten