Gleiches Resultat – anderes Spiel 

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Wie zwei Wochen zuvor hat unser EHC in Winterthur wieder 6:1 (0:1, 2:0, 4:0), aber es dauerte sehr lange, bis die Defensive des Gegners geknackt war. Harrison Schreiber schoss sein erstes Swiss-League-Tor, Mattia Hinterkircher sein erstes Saisongoal. Es war unser sechster Dreier in Folge. 

Es war kein einfacher Spätnachmittag für uns. Das zeigte sich schon im ersten Drittel, als wir viel mehr Schüsse, aber kaum Chancen hatten. Dafür kam Winterthur zu welchen – ausgerechnet in unserem ersten Powerplay. Wilkins profitierte von einem Fehler Meyers, aber traf nur den Pfosten. Dann aber schoss Mainot die Winterthurer in Führung (18.). 

Trainer Jeff Tomlinson sah: “Wir haben im ersten Drittel versucht, mit mehr Verkehr vor dem gegnerischen Tor zum Erfolg zu kommen. Das hat mir gefallen, aber die Pucks sind noch nicht auf unsere Stöcke gekommen. Winterthur war ein sehr unangenehmer Gegner.” Da heisst es für Tomlinson und sein Team: “Wir müssen bescheiden bleiben, und wir müssen an jedes Spiel unsere Arbeitsschuhe mitbringen. Nur mit Schönspielen kann man nicht gewinnen.” Sein Team hat für ihn eine gute Antwort gegeben, nachdem er am Freitag ein bisschen ein Nachlassen der Konzentration gespürt hatte. “Unser Auftritt war über 60 Minuten solide, und wir haben auch 5:5 Tore geschossen.” Im ersten Match erzielten wir vier Powerplaytore. 

69 Sekunden 

Lange taten wir uns schwer. In den ersten zwei Powerplays fehlte die Genauigkeit, manchmal auch die Zweikampfstärke. Die Spielweise wurde im zweiten Abschnitt ein bisschen direkter, es gab viele Abpraller – aber kaum einmal einen Spieler von uns, der vor den Winterthurer Verteidigern an die Scheibe kam. In der 25. Minute musste Winterthurs Goalie Gian-Marco Bamert, der beim rettenden Herauslaufen mit Eric Faille zusammenprallte, vom Eis. Er blieb ohne Gegentreffer. 

Sein Nachfolger Jan Rutz kassierte dann innert 69 Sekunden zwei Tore. Unsere erste Linie checkte und kämpfte, bis sie die Scheibe wieder hatte. Marchon packte sie und fand endlich den Raum, vors Tor zu fahren. Er schoss in die nahe hohe Ecke zum 1:1 (6. Saisontor). Und dann kam der Auftritt von Harrison Schreiber, der als 13. Stürmer seine erste Partie für Kloten in der Swiss League absolvierte. Der 20-Jährige spekulierte richtig, eroberte sich die Scheibe und traf, als die Chance fast schon vorbei war, doch noch zum 2:1. Winterthur nahm sein Timeout. Und bescherte uns nachher in zwei Überzahlspielen gefährliche Momente. 

Alexei Dostoinov beruhigte die Partie mit einer starken Körpertäuschung und einem Hocheckschuss über die Fanghand von Rutz zum 3:1, Meyer erhöhte auf 4:1. Was nachher folgte, war Zugabe. Mit dem erfreulichen Resultat, dass auch Hinterkircher erstmals für Kloten traf – und Dostoinov gar Doppeltorschütze wurde. 

Die erste Drei-Spiel-Woche 

Bis jetzt sind wir in gemütlichem Spielrhythmus durch den Herbst geschaukelt, für diese Woche erhöht sich die Intensität: Am Dienstag das Heimspiel gegen Langenthal, am Freitag der Heimmatch gegen La Chaux-de-Fonds (gegen das wir einen Nuller zum Start eingefangen haben), und am Sonntag in Weinfelden gegen Thurgau. Auf die erste Drei-Spiel-Woche allerdings folgt dann eine Woche Pause. 

Roland Jauch/EHC Kloten