Endlich souverän in Zug

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6:0 (3:0, 2:0, 1:0) gewann unser EHC das dritte Spiel in Folge gegen die EVZ Academy. Eric Faille war zweifacher Torschütze in einem Match, der überraschend problemlos für uns verlief.

Wer mit dem EHC alle Auftritte in der Swiss League gegen den Nachwuchs der Zuger gesehen hat, der konnte nach Abschluss der 60 Minuten Bemerkenswertes feststellen: Zum ersten Mal überhaupt siegte Kloten in der Bossard Arena problemlos. In den sieben Auftritten zuvor hatte es zwei 1:2-Niederlagen gegeben, dazu ein 7:6, ein 5:4, ein 4:2 und ein 6:4. Souverän sieht anders aus. Aber gestern war alles ein bisschen anders.

Sandro Zurkirchen musste zwar die erste gute Parade bereits nach wenigen Sekunden liefern. Doch weil er hielt, gings ab in die andere Richtung, Andri Spiller schoss schon nach 24 Sekunden das 1:0 für uns. Die Zuger brachten sich selber in die Bredouille, ein Fehlpass landete direkt auf der Schaufel von Eric Faille, der alleine vor dem Tor sein 15. Saisongoal erzielt (5:15). Und noch nicht einmal zehn Minuten waren gespielt, als das 3:0 in Überzahl durch Ramon Knellwolf folgte (09:55).

Die Zuger versuchten, positiv zu bleiben (das riefen sie sich auf jeden Fall gegenseitig zu). Und sie versuchten, mit einem neuen Goalie das Glück auf ihre Seite zu zwingen. Lucas Rötheli ersetzte ab Drittel 2 Robin Meyer. Er wehrte einige Male stark ab, als wir aber den Druck erhöhten, war er machtlos gegen Meyers Schuss und Gählers Geschoss. Beide erzielten je ihr sechstes Saisontor. Im letzten Abschnitt schlug dann nochmals Faille zu, er hat in 21 Partien nun 16 Goals geschossen.

Zweiter Shutout Zurkirchens

Im ersten von vier Spielen innert sieben Tagen kamen noch einige Erinnerungen an die Nicklichkeiten des Sonntagsspiels auf. Und gerade diszipliniert war nicht jeder von uns. Am Ende hatten wir sieben kleine Strafen kassiert, 23 Sekunden spielten wir gar einmal in doppelter Unterzahl. Aber das Boxplay funktionierte, es gab keinen Gegentreffer. Dafür schossen wir im Powerplay sechs Goals, das war eine Ausbeute von 50 Prozent.

53:20 lautete nach 60 Minuten das Schussverhältnis aus unserer Sicht. Einige Goals mehr wären bei konsequenterem Auftreten möglich gewesen. Auf der anderen Seite musste sich Sandro Zurkirchen seinen zweiten Shutout redlich verdienen, nicht nur bei der Aktion nach wenigen Sekunden. Mit Genf-Servette hatte er am Wochenende in zwei Partien vier Punkte geholt. “Die Umstellung auf die National League hat ein bisschen Zeit gebraucht, es war alles ein bisschen schneller”, sagte Zurkirchen. Diese schnellen Reflexe hat er in die Swiss League zurückgebracht.

Früh genug kommen

Weiter geht das Programm für uns bereits am Freitag mit dem Heimspiel gegen den EHC Winterthur. Da heisst es für alle Fans: Früh genug kommen. Denn es wird ein hochkarätiges Trio vor dem Match verabschiedet. Da ist Klotens Rekordspieler Romano Lemm, und da sind zwei “Tausender”: Fabian Sutter hat 1021 Partien in der National League bestritten (und zwei Saisons in der Swiss League), René Back kam in National League und Swiss League auf über 1000 Spiele.

Roland Jauch/EHC Kloten