Das war stark!

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Siege über die Ticino Rockets sind Pflicht – normalerweise. Aber nicht, wenn so viele Spieler fehlten wie gestern. Andere Teams wären nicht angetreten, aber wir kämpften uns im letzten Spiel des Jahres aus einem 0:2 in ein 5:3, weil wir unermüdlich arbeiteten. Und wir fanden andere Torschützen: Patrick Obrist, Fabian Ganz, Kevin Lindemann, Mattia Hinterkircher und Dario Meyer. Die 3005 Zuschauer waren mehr als zufrieden.

Acht Corona-Fälle im Team - und welche. Mit Marc Marchon und Eric Faille fehlten zwei Drittel des ersten Sturms, mit Steve Kellenberger , Niki Altorfer, Andri Spiller und Ramon Knellwolf vier weitere Stürmer, mit Flurin Randegger ein Verteidiger und mit Sandro Zurkirchen ein Goalie.

An seiner Stelle stand Nils Riesen zwischen den Pfosten. Der Goalie, der im Januar erst 18 Jahre alt wird, hatte bis gestern 20 Minuten in der Swiss League gespielt, am 6. November im letzten Drittel des Heimspiels gegen die Rockets (das wir 9:1 gewannen). Damals musste er drei Paraden zeigen. Gestern war es um einiges schwieriger für den Nachwuchsmann. Aber er durfte sich am Ende als Sieger verabschieden, mit vielen guten Paraden. “Er hat super gespielt, es war für ihn auch ein Match mit besonderen Umständen”, lobte Patrick Obrist.

Es hatte sich erst am Morgen abgezeichnet, dass einige Spieler fehlen würden. “Und als wir am Abend in die Garderobe kamen, sahen wir das Line-up", sagte Obrist. “Wir haben alles reingeworfen, was wir noch hatten, teilweise nahmen wir die Brechstande zu Hilfe”, sagte Obrist. Fabian Ganz setzte eine solche ein – zum 2:2 nach 44 Minuten. Er traf zum ersten Mal in dieser Saison. Und ein anderer Neuling stellte die Weichen auf Sieg. Vater Sven Lindemann sah auf der Tribüne, wie sein Sohn Kevin im Powerplay das 3:2 schoss, wie er beim Tor Obrists einen Assist holte. Kevin Lindemann stand zum ersten Mal im Team.

Sein 3:2 hätte die Siegsicherung sein können, doch es war es nicht, weil sich zwei von uns in der eigenen Zone missverstanden und Beauchemin nach 57:59 ausgleichen konnte. Doch Figren und Meyer, bei diesem Missverständnis mittendrin, korrigierten 41 Sekunden später. Ihre Vorarbeit wurde von Hinterkircher mit dem 4:3 vollendet. Und dann setzte Dario Meyer den Puck noch ins leere Tor zum 5:3.

Dass die Klasse und die Wasserverdrängung ein bisschen fehlte, sah man. Aber der Wille war dafür umso grösser. Und der kann bekanntlich Berge versetzen. "Es war ein Team-Effort", sagte Obrist. Jeder hatte seinen Anteil an diesen enorm wichtigen drei Punkten in dieser speziellen Situation.

Am Sonntag in Visp?

Ob Kloten am Sonntag in Visp antritt, hängt von vielen Faktoren ab. Ob die Walliser von Covid verschont bleiben, ob wir noch mehr Fälle haben werden. Entschieden wird das erst kurzfristig. Goalie Nyffeler auf jeden Fall könnte von Genf für diesen Match geholt werden, die Genfer haben spielfrei.

Kloten – Ticino Rockets 5:3 (0:1, 1:1, 4:1)

Stimo arena. - 3005 Zuschauer. - SR Fausel, Erard; Baumgartner/Humair. - Tore: 20. Fontana (Ausschluss Kindschi) 0:1. 22. Gaeta (Tschumi) 0:2. 26. Obrist (Seiler, Lindemann) 1:2. 44. Ganz (Gähler, Dostoinov) 2:2. 52. Lindemann (Simek, Dostoinov, Powerplay) 3:2. 58. Beauchemin 3:3. 59. (58:40) Hinterkircher (Figren, Meyer) 4:3. 60 (59:29) Meyer (Dostoinov) 5:3 (ins leere Tor). - Strafen: Kloten 3–mal 2, Rockets 7–mal 2.

Kloten: Riesen; Ganz, Kindschi; Gähler, Steiner; Bartholet, Stämpfli; Seiler; Figren, Meyer, Dostoinov; Hinterkircher, Schreiber, Simek; Obrist, Lindemann, Ramel; Janett, Greuter.

Rockets: Fadani; Villa, Fontana; Näser, Pastori; Orenszky, Rubanik; Pezzullo; Chiquet, Beauchemin, Bedolla; Werder, Tschumi, Gaeta; Zanetti, Cortiana, Lauper; Leone, Gärtner, Barbei.

Bemerkungen: Kloten ohne Marchon, Altorfer, Faille, Kellenberger, Spiller, Knellwolf, Randegger, Zurkirchen (Virus); Rockets u. a. ohne Cajka.

(END)