Hard, hard work!

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Der erste Schritt ist getan. 6:3 (0:0, 1:1, 5:2) gewannen wir Spiel 1 der Viertelfinalserie gegen die GCK Lions vor 5012 Zuschauer. Die Besucher erlebten ein krachendes Finale: Nach 44 Minuten gerieten wir 1:2 in Rückstand, ein Tor von uns wurde aberkannt – aber dann drehten wir die Partie mit drei Toren innert 123 Sekunden und total fünf Goals. Am Dienstag folgt in Oerlikon die Fortsetzung.

“Gegen dieses Team haben wir immer enge Spiele”, sagte Eric Faille. Nur einmal in dieser Saison habe man sie klar geschlagen. “Wir müssen in der Intensität besser sein als sie. Als sie in Führung gingen, ist mir schnell durch den Kopf gegangen, dass wir vor zwei Jahren den ersten Playoff-Match 1:4 verloren hatten gegen sie.” Aber nur kurz, denn offenbar hatten sich mit diesem 1:2-Rückstand die letzten Playoff-Schmetterlinge aus dem Bauch der Spieler verabschiedet. Die Reaktion war heftig – und vorbereitet durch die 45 Minuten zuvor, die mit “hard, hard work” den Gegner müde gemacht hatten.

Marchons Ausgleich zum 2:2 wurde aberkannt. Nicht weil Niki Altorfer im Torraum war (und niemanden behinderte), sondern offenbar, weil er keine Anstalten gezeigt habe, sich aus dem Torraum zu entfernen … Eine interessante Regelauslegung. Das Publikum reagierte giftig, die Mannschaft noch entschlossener. Im nächsten Powerplay schlug Altorfer zu, er lenkte einen Schuss Spillers ab. Wieder schauten sich die Referees die Szene an, aber dieses Mal konnten sie nicht anders. Das Tor nach 49:38 zählte. Kaum war angespielt, rollte unser nächster überfallmässiger Angriff. Fabian Ganz kam im Slot frei zum Schuss – er traf nur 34 Sekunden nach dem Ausgleich zum 3:2. Ganz hatte schon das 1:0 mit einem seiner platzierten Schüsse erzielt.

Und wieder ging es nicht lange bis zum nächsten Goal. 69 Sekunden genau. Faille luchste einem Lions-Spieler an der blauen Linie den Puck ab, alleine vor Zumbühl erwischte er den lange so guten GCK-Goalie. Drei Tore innert 123 Sekunden waren zu viel für die Lions. Spiller traf im Powerplay zum 5:2, er schoss auch noch das 6:3 ins leere Tor. Die Lions schossen ohne Goalie noch das 5:3, als Seiler von einem Schuss getroffen ausser Gefecht war. Er blutete stark. Emotionen waren so einige im Spiel, wir hatten sie meistens gut unter Kontrolle.

Für unser Team rächte sich nicht, dass wir die 87 Sekunden doppelte Überzahl im Mittelabschnitt ungenutzt gelassen hatten. “Wir haben die Chancen, wir müssen sie nur ausnützen”, sagte Faille dazu. Dazu gehört auch, dass die Stürmer sich besser vor das Tor des Gegners kämpfen und dem Goalie die Sicht nehmen – wie das Faille beim 1:0 tat.

857 Plätze - ausverkauft

Am Dienstag bereits geht es weiter in der KEBO zu Oerlikon. 857 Zuschauer passen rein, die GCK Lions vermeldeten bereits am Sonntag, dass ausverkauft sei.

Kloten – GCK Lions 6:3 (0:0, 1:1, 5:2).

Stimo Arena. - 5012 Zuschauer. - SR Massy, Weber; Micheli/Meusy. - Tore: 25. Ganz (Figren) 1:0. 31. Aeschlimann (Bächler) 1:1. 44. Küng (Strafe Nodari) 1:2. 50. Altorfer (Spiller) 2:2. 51. Ganz (Marchon) 3:2. 52. Faille 4:2. 55. Spiller (Kellenberger) 5:2. 60. Küng (ohne Goalie) 5:3. 60. Spiller (Faille) 6:3 (ins leere Tor). - Strafen: Kloten 6–mal 2, GCK 7–mal 2.

Kloten: Zurkirchen; Ganz, Kindschi; Seiler, Steiner; Nodari, Randegger; Reinbacher; Figren, Faille, Spiller; Altorfer, Meyer, Marchon; Knellwolf, Kellenberger, Ramel; Obrist, Ness, Hinterkircher; Füglister.

GCK Lions: Zumbühl; Braun, Büsser; Burger, Capaul; Guebey, Meier; Landolt; Hayes, Backman, Küng; Truog, Schlagenhauf, Casutt; Marchand, Aeschlimann, Baechler; Graf, Mettler, Suter; Berri.

Bemerkungen: Kloten noch ohne die B-Lizenzspieler Wolf und Rouiller; Nyffeler (Genf), Dostoinov, Schreiber, Lindemann (rekonvaleszent, Melnalksnis, Gähler (krank), Janett, Bartholet, Stämpfli, Claireaux (überzählig).