Direkt in den Halbfinal

Resulate PP gck9

Wir nahmen keinen Umweg. Wir kämpften uns direkt in den Halbfinal. Der vierte Sieg in einer Serie, so sagt man, ist der Schwierigste. So war es in Oerlikon gegen die Lions. Aber vor 805 Zuschauern (die meisten aus Kloten) behielten wir die Nerven. Ganz, Seiler und Nodari hiessen die Torschützen auf dem Weg zum 3:2. Den Halbfinalgegner kennen wir noch nicht.

Ja genau: Drei Verteidiger also erzielten unsere Goals. Das Speziellste war sicher das 2:1 von Simon Seiler. Es war nämlich sein erstes Saisontor überhaupt. Nach exakt 46:00 schoss er auf Zuspiel Dario Meyers direkt – und traf ins hohe Eck. Und Matteo Nodari, der Siegestorschütze, zeigte Übersicht und gute Spielauffassung. Er las die Situation richtig. Nur zweieinhalb Minuten zuvor hatten die Lions mit einem Weitschuss ausgeglichen, unsere Antwort  liess nicht lange auf sich warten.

Nach seinem Goal waren noch 8:20 bis ins Ziel zu spielen. 8:20, in denen alle extrem gut arbeiteten, mit dem einen Ziel eben: Keinen Treffer mehr zulassen. Richtig gefährlich wurde es nicht mehr, die Weitschüsse kamen nicht mehr aufs Tor von Zurkirchen. Aber natürlich war die letzte Minute nochmals eng, eng wie in Spiel 3, als die Lions ja ohne Goalie ausgeglichen hatten. Dieses Mal gelang ihnen das nicht. Zuerst nahmen wir das Timeout, nachher noch die Lions. Aber die Sekunden rannen von der Uhr, und als nach 59:45 ein Bully ausserhalb unserer Zone angesagt war, konnten wir fast schon sicher sein. Und kurze Zeit später waren wir es. Die Mannschaft wurde von den Fans nochmals zurück auf die Eisfläche geklatscht, denn wir hatten ja eigentlich auch in Oerlikon Heimspiel.

“Jeder Match im Playoff hat andere Helden”, sagte Goalie Sandro Zurkirchen. “Wir haben über weite Strecken in dieser Serie dominiert, aber sie haben es uns immer wieder schwer gemacht.” Aber wir hatten, so sah es auch Zurkirchen, stets eine Antwort parat. Und wieder entschieden wir im Schlussdrittel die Partie. Wir hatten den längeren Atem, das kann man unter diese Serie als Thema stellen.

Wie in Spiel 1 der Serie gab es im ersten Drittel keine Treffer, nach 40 Minuten stand es 1:1. In Spiel 1 waren wir in Führung gegangen, in Match 4 waren es die GCK Lions. Nach einem Vorstoss mit einem gefährlichen Torschuss Gählers fehlte die Abstimmung im Spiel nach hinten – Casutt traf. Unser Bemühen, mit mehr Schüssen zum Erfolg zu kommen, war fast sofort zu sehen. Aber es dauerte 12 Minuten bis zum Ausgleich. Wieder einmal war es unser erster Block, der zuschlug. Figren spielte auf Faille, Ganz ging mit und wurde vom Kanadier angespielt. Der Verteidiger erzielte bereits sein drittes Playofftor.

Unser Coach Jeff Tomlinson nahm zwei Änderungen vor, er brachte Jeffrey Füglister und Rihards Melnalksnis wieder mal ins Team. Die ersten beiden Linien aber beliess er.

Der verrückte Junioren-Match

Spiel 3 unserer Serie war mit einem spektakulären Finale garniert. Ausgleich der Lions nach 58:32, Siegtor von Niki Altorfer zum 5:4 aus unmöglichem Winkel nach 59:06. Aber nur einen Tag später ging es in der gleichen Halle noch spektakulärer zu und her! Die U17-Elite Klotens und der ZSC Lions duellierten sich im dritten Halbfinalmatch. Die Lions führten 2:0 in der Serie, das Spiel stand 2:2 – und dann jubelten die Lions nach 58:58 über ihr Tor zum 3:2. Der Final schien praktisch sicher. Doch unsere Jungs glichen nach 59:16 zum 3:3 aus. Verlängerung? Denkste! Die Lions nahmen nach 59:31 eine Strafe, wir schossen nach 59:57 das 4:3! Spiel 4 statt Saisonende, die Partie ist auf Sonntag (20. März) 14.00 in der Kebo angesetzt.

Roland Jauch / EHC Kloten

GCK Lions – Kloten 2:3 (0:0, 1:1, 1:2); Schlussstand in der Serie 0:4.

Kebo. - 805 Zuschauer. - SR Hungerbühler, Hürlimann; Ammann/Bichsel. - Tore: 23. Casutt (Aeschlimann, Backman) 2:0. 35. Ganz (Faille, Figren) 1:1. 47. Seiler (Meyer) 1:2. 50. Burger (Aeschlimann) 2:2. 52. Nodari (Figren, Loosli) 2:3. - Strafen: Je 2–mal 2.

GCK: Zumbühl; Guebey, Büsser; Burger, Capaul; Braun, Noah Meier; Landolt; Küng, Aeschlimann, Backman; Hayes, Schlagenhauf, Marchand; Graf, Henry, Casutt; Berri, Baechler, Truog; Spring.

Kloten: Zurkirchen; Ganz, Kindschi; Rouiller, Gähler; Nodari, Seiler; Reinbacher, Randegger; Figren, Faille, Spiller; Altorfer, Meyer, Marchon; Loosli, Kellenberger, Füglister; Melnalksnis, Ness, Hinterkircher.

Bemerkungen: Kloten ohne Dostoinov, Schreiber, Steiner (rekonvaleszent); Obrist, Janett, Lindemann, Stämpfli, Bartholet, Claireaux (überzählig).