Der wichtige Auswärtssieg!

Resulate PP ehco4

Nach vier Spielen liegen wir in der Finalserie gegen den EHC Olten 3:1 in Führung. Ja, 3:1! Zwei Tage nach dem 4:1 im Heimspiel siegten wir auch auswärts 4:1 (3:0, 1:1, 0:0). Drei von vier nötigen Siegen haben wir, das ist viel mehr als vor einem Jahr nach vier Spielen. Wir schossen zwei Powerplaytore (Knellwolf, Marchon), wir trafen bei 5:5 durch Meyer und Figren. Und Tim Wolf lieferte erneute eine überragende Partie ab. Unter anderem hielt er nach 53 Minuten einen Penalty von Smith. Das war bereits sein zweiter gehaltener Penalty. Er wehrte sagenhafte 97,44 Prozent aller Schüsse ab.

“Die special teams haben heute entschieden”, sage Eric Faille, der einmal mehr einen ganz starken Match spielte. “Unser Powerplay hat funktioniert, und unser Unterzahlspiel war schlicht beeindruckend.” Und dann haben wir, das weiss natürlich auch Faille, einen Mann zwischen den Pfosten, der beinahe unbezwingbar ist. “Er gibt uns so viel Sicherheit.” Nach vier Partien haben wir nur vier Gegentore kassiert, das ist ein Treffer pro Spiel. Besser geht kaum.

Denn dieses Mal traf Olten in keinem der immerhin fünf Überzahlspiele, dafür schoss es sein erstes Goal bei 5:5. Das war nach 34 Minuten zum Zwischenresultat 1:4, das dann auch das Endergebnis war.

Auftakt durch Knellwolf

Ramon Knellwolf spielte erst seinen zweiten Match in der Finalserie (den 4. im Playoff total), und schon war er mit einem wichtigen Tor zur Stelle. In unserem 2. Powerplay versorgte er den Puck aus spitzem Winkel hinter Rytz zur 1:0-Führung (6.). Das war ein erster Schock für Olten, das dann auch auf ein Powerplay hoffen konnte. Wolf war da, und Wolf war auch da, als Horansky alleine auf ihn zustürmte (15.). Dann schlugen wir zweimal eiskalt zu. Faille gewann ein Bully in der eigenen Zone, es ging schnell vorwärts, Faille sah Figren in seinem Rücken, den bediente er mit einem genialen blinden Pass. Unser Schwede entschied sich angesichts der freien Fahrt für ein Buebetrickli – mit Erfolg. 2:0. Und nur 55 Sekunden später führten wir 3:0. Ein Powerplaytor von Marchon, wieder perfekt aufgelegt von Faille.

Wichtig war im Mitteldrittel das 4:0 von Meyer. Damit wurde es vorerst  mal ein bisschen ruhiger in der Halle. Das 4:1 gab Olten ein bisschen Hoffnung, aber wir liessen nicht mehr zu. Obwohl wir ein bisschen zu passiv waren.

Ganz an den Pfosten

In der Schlussphase versuchte Olten,   bei einer Strafe gegen Reinbacher mit 6:4 Feldspielern (ohne Goalie) noch etwas zu bewegen. Auch da gelang nichts – und dann hatten wir mehrmals die Chance, ins leere Tor zu treffen. Fabian Ganz kam mit einem Pfostenschuss am nächsten. Aber das spielte alles keine Rolle mehr. Wir haben drei Matchpucks, weil wir das wichtige vierte Spiel für uns entschieden. Olten muss, um uns noch abzufangen, die restlichen drei Spiele gewinnen.

Wir lösten die Sache mit Kindschis Sperre (gegen ihn wurde auch ein Verfahren eröffnet) damit, dass wir nur 7 Verteidiger und dafür 13 Stürmer aufstellten. Kevin Lindemann war unser 13. Mann im Angriff. Und Steve Kellenberger übernahm das Captain-Amt.

Olten spielte ohne Dion Knelsen, er fehlte nicht gesperrt oder verletzt. Sondern wegen seines Formstandes. Colin Smith rückte ins Team, er hatte im letzten Halbfinalmatch gegen La Chaux-de-Fonds seinen bisher einzigen Playoff-Einsatz absolviert. Seine beste Szene wäre der Penalty gewesen, aber da stand ihm Wolf vor der Sonne.

Olten – Kloten 1:4 (0:3, 1:1, 0:0), Stand 1:3

Kleinholz. - 5384 Zuschauer. - SR Borga, Ströbel; Burgy/Stalder. - Tore: 6. Knellwolf (Figren; Strafe Elsener) 0:1. 18. Figren (Faille, Randegger) 0:2. 19. Marchon (Faille, Figren; Strafe Hasani) 0:3. 31. Meyer (Marchon) 0:4. 44. Elsener (Smith, Leeger) 1:4.- Strafen: Olten 6–mal 2, Kloten 5–mal 2.

Olten: Rytz; Antonietti, Scheidegger; Elsener, Leeger; Eigenmann, Schmuckli; Lüthi; Nunn, Smith, Horansky; Sterchi, Forget, Hasani; Joggi, Weder, Lhotak; Mosimann, Wyss, Hüsler.

Kloten: Wolf; Nodari, Seiler; Gähler, Steiner; Ganz, Randegger; Reinbacher; Figren, Faille, Dostoinov; Spiller, Meyer, Marchon; Knellwolf, Kellenberger, Altorfer; Obrist, Ness, Loosli; Lindemann.

Bemerkungen: Kloten ohne Kindschi (gesperrt), Melnalksnis, Rouiller, Schreiber, Simek (verletzt), Stämpfli, Janett, Bartholet, Ramel, Füglister, Claireaux (überzählig). Olten u. a. ohne Knelsen (überzählig