Da, wo wir hingehören!

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Unsere 4. Saison in der Swiss League war die beste, und an deren Ende steht nichts anderes als der Triumph im Playoff und der verdiente Wiederaufstieg. 4:0 gegen die GCK Lions, 4:2 gegen Thurgau und nun 4:1 gegen den EHC Olten, der sich so viel ausgerechnet hatte. Uns genügte das eine Goal in Spiel 5: Niki Altorfer ging vor dem Oltner Gehäuse in unserem 4. Powerplay vergessen, Meyer sah ihn – und dann schob unsere Nummer 17 cool zwischen den Beinen von Rytz ein.

Wir hatten Chancen zu hauf, aber einmal stand der Pfosten im Weg, ein ander Mal schossen wir nicht so genau. Und so mussten wir im letzten Drittel noch ein bisschen zittern, als zu Beispiel Antonietti die Latte traf. Da wäre auch Wolf geschlagen gewesen. Tim Wolf, der im letzten Match eine 100-prozentige Abwehrquote lieferte. In acht Partien hat er nur gerade 9 Goals kassiert – welch grossartige Leistung.

Wenn Kloten einen Matchpuck hat

7600 kamen, und sie wurden nicht enttäuscht. Es war ein Abend mit Bangen, Zittern – und Happy End. Wenn der EHC Kloten einen Matchpuck hat, dann pflegt er ihn mit schöner Regelmässigkeit gleich im ersten Moment zu nützen. Das war 1967 so, das war 1993 (3:0 gegen Fribourg), 1994 (3:1 gegen Fribourg) 1995 (3:1 gegen Zug) und 1996 (3:0 gegen Bern) der Fall. Und also auch an diesem 20. April. Wie lange hatten die Fans nach dem Abstieg am 25. April 2018 auf diesen Moment gewartet. Am 20. April 2022 um 21.14 Uhr war er Tatsache.

Dieser Aufstieg ist auch ein Verdienst von Mike Schälchli, der 2019 von Hansueli Lehmann übernommen hat und den Klub in sehr ruhige und konstante Gewässer geführt hat. Mit seinem Drive gab er auch vor einem Jahr nicht auf, als gegen Ajoie der Aufstieg verpasst wurde.

Er hat Jeff Tomlinson als Coach geholt, und dieser Kanadier hat die Klotener ein anderes Eishockey gelehrt. Sie spielten ein System, das perfekt auf Eric Faille zugeschnitten war. “Wir müssen jeden Abend mehr arbeiten als der Gegner”, hatte Tomlinson gesagt. “Mit Sexy-Eishockey gewinnt in dieser Liga nichts.” Tänzer wurden zu zweikampfstarken und vor allem solidarischen Teamplayern. Faille war im dritten Jahr unser MVP über die ganze Saison. Er verpasste genau ein Spiel. Robin Figren, von einigen schon müde geschrieben, war im Playoff mit sieben Goals unser bester Schütze. Wie er gestern zweimal von Oltnern angegangen wurde, das war höchst rustikal.

Die Oltner scheiterten zum fünften Mal in einem Final in der zweithöchsten Liga. Sie waren gut, aber wir waren klar besser.

Kloten – Olten 1:0 (0:0, 1:0, 0:0); Schlussstand 4:1!

Stimo arena. - 7600 Zuschauer (ausverkauft). - SR Stricker, Tscherrig; Burgy/Stalder. - Tor: 29. Altorfer (Strafe Sterchi) 1:0. - Strafen: Kloten –mal 2, Olten –mal 2.

Kloten: Wolf; Nodari, Seiler; Gähler, Steiner; Ganz, Randegger; Reinbacher; Figren, Faille, Dostoinov; Spiller, Meyer, Marchon; Knellwolf, Kellenberger, Altorfer; Obrist, Ness, Loosli.

Olten; Rytz; Antonietti, Scheidegger; Leeger, Elsener; Eigenmann, Schmuckli; Lüthi; Nunn, Smith, Horansky; Sterchi, Forget, Hasani; Joggi, Weder, Lhotak; Mosimann, Wyss, Hüsler; Langenegger.

Bemerkungen: Pfostenschuss Marchon (37.). Kloten ohne Kindschi (gesperrt), Stämpfli, Bartholet, Janett, Hinterkircher, Füglister, Ramel, Claireaux (überzählig), Rouiller, Simek, Schreiber, Melnalksnis (verletzt). Olten u. a. ohne Knelsen (überzählig).