Ein frustrierendes Ende

Resulate PPl

Wir waren bestens unterwegs, um beim SCL-Jubiläumsspiel als Partykiller aufzutreten. Mit einer starken Leistung im Mitteldrittel zogen wir auf 4:1 davon. Doch am Ende, nach Verlängerung und Penaltyschiessen, blieb nur ein Punkt für uns. 4:5 (1:1, 3:0, 0:3, 0:0)-Niederlage nach Penaltys in Langenthal. Ein Punkt nur statt der sicher geglaubten drei. Schade, schade.

Oder, wie es Eric Faille sagte: “Das ist frustrierend, so zu verlieren. Wir waren in einem Auswärtsspiel 4:1 in Führung, hatten noch ein Drittel zu spielen. Da müsste es doch ein Einfaches sein, die Sache sicher nach hause zu bringen.” Aber dem war eben nicht so. “Wir haben einige Fehler begangen, sind ein bisschen langsamer geworden, haben ihnen Raum in der Mittelzone gegeben. Unsere Leistung war 40 Minuten lang so gut, wir dürfen dieses Spiel doch nicht einfach weggeben.”

Es gab vor dem Spiel Gründe für Ausreden. Uns fehlte ein ganzer Block (Marchon, Figren, Simek, Stämpfli, Melnalksnis), mit Marchon und Figren blieben die zwei besten Scorer krank zuhause – und nach 128 Sekunden wurde Fabian Ganz mit einem brutalen Check aus dem Spiel genommen. Es sah nicht gut aus für uns. Doch wir machten sehr viel daraus, wir hätten sogar alles haben können. Doch dann kam die Phase, die Faille ansprach: Langenthal glich innert 3:54 zum 4:4 aus. Nach 49:21 kam das 2:4, nach 51:18 das 3:4 und nach 53:15 das 4:4. Trotz eines Timeouts nach dem 3:4 fanden wir nicht mehr in die Spur.

Kein Penaltyschütze traf

Noch früh im letzten Drittel hatten Meyer und Dostoinov hervorragende Chancen zum 5:1 vergeben. “Da hätten wir den Sack zumachen müssen”, meinte Faille. All die gute Arbeit vorher wurde mit den letzten zehn Minuten zunichte gemacht. Und im Penaltyschiessen, das wissen wir seit dem Sierre-Match (2:3 nach Penaltys), sind wir momentan nicht optimal unterwegs. Erneut traf keiner von uns. Faille, Randegger, Schreiber, Altorfer scheiterten, für Langenthal trafen Coffman und Kummer.

Schock nach Foul an Ganz

Rüegseggers Attacke gegen Fabian Ganz so kurz nach Spielbeginn schockte unser Team ein bisschen, die Fünfminutenstrafe brachte nichts ein, Langenthal ging kurz darauf sogar in Führung. Da hatten wir ein bisschen mühe. Bis Harrison Schreiber kam und nach einem Tanz übers halbe Feld aus spitzem Winkel mit einem Schuss unter die Latte zum 1:1 ausglich. Das fünfte Saisongoal des Centers nach 17:04 brachte uns definitiv ins Spiel zurück. Im zweiten Abschnitt dauerte es 90 Sekunden (und 23 Sekunden Powerplay) bis zum 2:1 durch Kindschi (5. Saisongoal). Langenthal war kaum zu einer Reaktion fähig, wir machten trotz reduziertem Personalbestand weiter mächtig Druck.

Daraus resultierte das 4:1 Hinterkirchers (Pass Janett) nach 28:21. Und nach 37:17 drückte Patrick Obrist (5. Saisongoal) einen Abpraller ins Netz. Alles schien gut …

Anders in La Chaux-de-Fonds

Wir spielten in Langenthal wegen der Ausfälle nur mit drei Centern und vier Flügelpaaren. Unsere Mannschaft hat bereits am Dienstag die Chance, in einem Auswärtsspiel Korrekturen anzubringen. Sie tritt in La Chaux-de-Fonds an, dort also, wo sie zum Saisonstart mit 2:6 eine deftige Niederlage erlitt.

Roland Jauch/EHC Kloten